>>Masken und Covid-19: wie Hautreizungen vorgebeugt werden kann

Masken und Covid-19: wie Hautreizungen vorgebeugt werden kann

Das Tragen von Masken und Mundschutz, zusammen mit der Handhygiene, ist eine der Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung von SARS-CoV-2 (das neue Coronavirus, das die Atemwegserkrankung COVID-19 verursacht).

Bis heute stehen folgende Maskentypen zur Wahl:

  • Filtrierende Masken der Klassen FFP2 und FFP3, mit oder ohne Ventil, die für das Personal im Gesundheitswesen vorgesehen sind, das ein hohes Maß an Schutz benötigt.
  • OP-Masken, die für die allgemeine Bevölkerung vorgesehen sind. Diese Masken schützen die Menschen um uns herum vor den Speicheltröpfchen, die wir beim Sprechen oder Niesen ausstoßen könnten.
  • „Community-Masken“ aus waschbarem Stoff, die der Bevölkerung als gleichwertige Alternative zu den OP-Masken empfohlen werden (auch aufgrund der vorübergehenden Knappheit).

Wie geht es unserer Haut unter der Maske?

Wir haben uns daran gewöhnt, eine Maske zu tragen, wenn wir das Haus verlassen. Das gilt aber nicht für unsere Haut, die in manchen Fällen unter der Benutzung dieser Schutzausrüstung leidet.

Als Erstes hat das Gesundheitspersonal auf dieses Problem hingewiesen, das vorwiegend mit dem Druck, den die Maske auf das Gesicht ausübt, und dem stundenlangen Tragen der Maske zusammenhängt. Jeder wird im Internet Fotos von Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegepersonal gesehen haben, deren Gesichter von Blutergüssen gezeichnet waren.

Diese Probleme beruhen jedoch nicht nur auf dem Druck, den die Maske ausübt.

Eine während der SARS-Pandemie im Jahr 2003 durchgeführte Studie (1) hatte bereits Reaktionen wie Juckreiz und Ausschläge aufgezeigt. Diese wurden einerseits mit dem heiß-feuchten Mikroklima in Verbindung gebracht, das sich in dem von der Maske bedeckten Teil des Gesichts entwickelt, und andererseits mit einigen Bestandteilen der Maske, die bei anfälligen Menschen eine irritative Kontaktdermatitis auslösen können.

Masken: die Ursachen von Juckreiz und Hautreizungen

Nicht nur die Haut des Gesundheitspersonals kann unter dem Tragen der Masken leiden. Vor allem jetzt, wo wir wieder öfters aus dem Haus gehen und deshalb die Masken längere Zeit tragen, berichten manche von Juckreiz und unangenehmen Hautempfinden, die auf den halb okklusiven Zustand im bedeckten Mund-Nasen-Bereich zurückzuführen sind.

Diese Beschwerden können bei Menschen mit Hautproblemen verstärkter auftreten und sich im Allgemeinen im bevorstehenden Sommer durch verstärktes Schwitzen deutlicher bemerkbar machen.

Die Gesichtshaut schützen und lindern

Ebenso wie unsere Hände benötigt auch unser Gesicht eine besondere Pflege, um den verschiedenen Missempfindungen der Haut vorzubeugen und diese zu lindern:

  • Gesichtsreinigung mit sehr schonenden Produkten.
  • Tägliche Anwendung von rückfettenden Pflegeprodukten, die Epidermisfette enthalten und die Hautbarriere aufbauen.
  • Anwendung von beruhigenden und adsorbierenden Produkten mit Zinkoxid im Falle von Rötungen.

Nicht außer Acht zu lassen sind auch Hauterscheinungen, die nicht die Hände oder das Gesicht betreffen. Sie könnten auf eine akute Verschlechterung früherer Hautprobleme aufgrund von übermäßigem Stress zurückzuführen sein. Sie könnten aber auch auf eine Virusinfektion hinweisen (2).

Die während dieser Pandemie veröffentlichte Fachliteratur berichtet auch von Manifestationen, die Frostbeulen an den Gliedmaßen und Blasen ähneln und offenbar – zumeist bei asymptomatischen Patienten – nicht mit anderen Ursachen zusammenhängen. (3)

Da derzeit noch sehr wenige Daten vorliegen und es nicht genügend klinische Beweise gibt, ist jede Meldung abnormaler Hautmanifestationen wertvoll, um mehr über dieses neue Virus zu erfahren.

 

Diese Informationen stellen keinen medizinischen Rat dar. Der Inhalt dient nur zur Veranschaulichung und ersetzt nicht die Meinung des Arztes.

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In diesem Artikel behandelte Themen:
Bibliographie
  1. C.I. Foo et al. Adverse skin reactions to personal protective equipment against severe acute respiratory syndrome – a descriptive study in Singapore. Contact Dermatitis 2006, 55(5): 291-294.
  2. R. Gianotti et al. Cutaneous Clinical-Pathological Findings in Three COVID-19-Positive Patients Observed in the Metropolitan Area of Milan, Italy. Acta Derm Venereol 2020, 100(8).
  3. Galván Casas et al. Classification of the cutaneous manifestations of COVID-19: a rapid prospective nationwide consensus study in Spain with 375 cases. Br J Dermatol 2020