>>Psoriasis: Ursachen und Rolle der Hautbarriere

Psoriasis: Ursachen und Rolle der Hautbarriere

Psoriasis: Ursachen und Symptome

Wenn wir über Psoriasis sprechen, stimmt die Welt der Wissenschaft über die Symptomatik überein, findet es aber immer noch schwierig, ihre Ursachen zu definieren.
Psoriasis ist leicht an den mit weißlichen Schuppen bedeckten Erythemen zu erkennen, die ihre am weitesten verbreitete Form, die so genannte „Plaque-Psoriasis“, kennzeichnen.
In den letzten 50 Jahren wurden für die Psoriasis viele Ursachen angenommen. Der Kausalzusammenhang, der dieser Pathologie zugrunde liegt, konnte jedoch noch nicht eindeutig definiert werden.
Psoriasis ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Haut, die aus der Interaktion der Umwelt mit dem Immunsystem und der Epidermis genetisch veranlagter Personen resultiert (1). Insbesondere wurde in den letzten Jahren die Rolle der Hautbarriere beim Ausbruch und Fortschreiten dieser Krankheit zunehmend hervorgehoben.

Die Rolle der Hautbarriere bei Psoriasis

Jüngste Studien haben gezeigt, dass die Haut von Menschen mit Psoriasis einen Mangel an epidermalen Lipiden, insbesondere Ceramiden, aufweist (2). Daher sind die Funktionen der Hautbarriere dieser Menschen beeinträchtigt, was zur Folge hat, dass die Epidermis nicht in der Lage ist, den Feuchtigkeitshaushalt angemessen zu regulieren, und somit besteht die Möglichkeit des Eindringens von Schadstoffen in die Epidermis (siehe Artikel Ceramide, die Stütze der Hautbarriere).

Bei der atopischen Dermatitis ist die Veränderung der Hautbarriere einer der Schlüsselfaktoren für die Entstehung und das Fortschreiten der Erkrankung. Auch bei Psoriasis kann eine Veränderung der Hautbarriere Symptome auslösen oder verschlimmern und somit die Hyperproliferation der Hautzellen stimulieren und entzündungsfördernde Mediatoren aktivieren (3).

Die Ursachen von Psoriasis: ein Teufelskreis

Der Teufelskreis, der entsteht, ist komplex und das Ergebnis mehrerer Faktoren. Die Einflüsse von außen (wie Traumata oder Infektionen) führen dazu, dass die bereits beeinträchtigte Hautbarriere unzureichend auf diese äußeren Reize reagiert.
Die wahrgenommene Schädigung verursacht eine unkontrollierte Aktivierung des Immunsystems, die wiederum einen nicht richtigen Wiederaufbau der Hautbarriere auslöst. Dieser Teufelskreis beruht jedoch auf jeden Fall auf einer genetischen Veranlagung (2).

Behandlung und vorbeugende Pflege

Der Wiederaufbau der Hautbarriere ist daher ein Schlüsselfaktor bei der Behandlung der Psoriasis.
Eine topische Behandlung, die im Laufe der Zeit kontinuierlich durchgeführt wird, unterstützt die Wirkung spezifischer Medikamente für die Therapie. Nicht nur: Sie hilft, die mit der Therapie erzielten Ergebnisse zu erhalten (4).
In einer Studie, die an Menschen mit leichter Psoriasis durchgeführt wurde, wurde gezeigt, dass die Anwendung von rückfettenden Cremes (während und nach einer topischen Behandlung mit Kortikosteroiden) das pathologische Krankheitsbild wesentlich verbessert. Diese Verbesserung bezieht sich sowohl auf den Rückgang der Rezidiven als auch auf die Erhaltung der mit Kortikosteroiden erzielten Verbesserungen (5).

Darüber hinaus können auf der Grundlage neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse auch rückfettende Pflegeprodukte zum Wiederaufbau der Hautbarriere eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung von Psoriasis spielen.

Wenn tatsächlich eine Störung der Hautbarriere einer der Faktoren ist, die an der Entstehung der Psoriasis beteiligt sind, kann die Pflege der Haut ab dem Kindesalter mit Cremes, die epidermale Lipide enthalten, ihre Entwicklung verhindern oder zumindest ihre Schwere begrenzen.

Bibliographie
  1. T. Miyagaki, M. Sugaya Recent advances in atopic dermatitis and psoriasis: genetic background, barrier function and therapeutic targets J Dermatol Sci 78 (2015) 89-94
  2. S. Sano Psoriasis as a barrier disease Dermatol Sinica 33 (2015) 64-69
  3. L. Ye et al. Abnormal Epidermal Barrier Recovery in Uninvolved Skin Supports the Notion of an Epidermal Pathogenesis of Psoriasis J Invest. Dermatol 134 (2014) 2843-2846
  4. J. W. Fluhr et al. Emollients, moisturizers, and keratolytic agents in psoriasis Clin Dermatol 26 (2008) 380-386
  5. S. Seité et al. Emollient for maintenance therapy after topical corticotherapy in mild psoriasis Exp Dermatol 18 (2009) 1076-1078