>>Am Welt-Psoriasistag stehen wir an Ihrer Seite

Am Welt-Psoriasistag stehen wir an Ihrer Seite

Seit mehr als 10 Jahren ist am 29. Oktober Welt-Psoriasistag. Eine Initiative für Menschen mit Psoriasis, die in 56 Ländern der Welt stattfindet und darauf abzielt, das Bewusstsein für diese Hauterkrankung zu erhöhen. 

Was ist Psoriasis?

Psoriasis (Schuppenflechte) ist eine nicht ansteckende chronische Hauterkrankung, die zuweilen schon im Kindesalter ausbrechen kann.

Sie beruht auf einer genetischen Veranlagung und kann durch bestimmte Faktoren, wie klimatische Einflüsse und eine ungesunde Lebensweise, ausgelöst und verschlimmert werden. Psoriasis ist eine chronische und wiederkehrende Erkrankung und beeinflusst massiv die Lebensqualität der Betroffenen mit Auswirkungen auch auf die Psyche und die zwischenmenschlichen Beziehungen.

Wie äußert sie sich?

Psoriasis ist durch eine anormale Aktivierung des Immunsystems gekennzeichnet, die zu Veränderungen bei der Reifung der Hautzellen mit folglicher Freisetzung von einigen wichtigen Entzündungsmediatoren führt.

Die typischen Zeichen einer Psoriasis sind:

  • Erythem (Rötung)
  • Hautverdickung und Abschuppung
  • Trockenheit und Juckreiz

Wo tritt sie auf?

Zu den häufig betroffenen Arealen zählen die Ellenbogen, die Knie und der untere Rückenbereich. Psoriasis kann aber auch den Bauchnabelbereich, die Kopfhaut, die Genitalien, sowie die Nägel, Handflächen und Fußsohlen betreffen.

Bei Kindern können auch die Hautfalten und das Gesicht betroffen sein.

Der Verlauf ist unvorhersehbar und variiert mit der Zeit; es gibt Momente ohne Verletzungen, Flecken, Verdickungen und Abschuppungen, in denen die Haut als „clear skin“ bezeichnet wird.

Mythen rund um Psoriasis:

  • Psoriasis ist nicht ansteckend
  • Psoriasis ist nicht auf eine schlechte Hygiene zurückzuführen
  • Psoriasis beeinträchtigt nicht die Fruchtbarkeit

Die Psoriasis-Therapien

Nur ein Arzt kann eine sichere Diagnose stellen und die richtige Therapie festlegen. In der Regel werden je nach Schwere der Erkrankung drei Therapieformen verschrieben:

  • Lokaltherapie – entsprechende Produkte werden direkt auf die Haut aufgetragen
  • Systemische Therapie – die Produkte werden in Form von Tabletten eingenommen oder gespritzt bzw. als Infusion verabreicht
  • Lichttherapie 

Psoriasis bei Kindern

Bei Kindern wird die Psoriasis oft unterschätzt und mit einer Hautreizung oder einer Dermatitis, wie z. B. der atopischen Dermatitis, verwechselt.

Die Therapiemöglichkeiten sind in diesem Fall begrenzt, da viele der bei Erwachsenen eingesetzten Behandlungen nicht für Kinder indiziert sind und oft schlecht vertragen werden.

Kinder werden also zumeist im Rahmen einer Lokaltherapie mit Produkten auf der Basis von speziellen rückfettenden Produkten behandelt, die auf die Erkrankung und das junge Alter abgestimmt sind.

Die tägliche Anwendung eines rückfettenden Produkts, das speziell für Psoriasis entwickelt wurde:

  • sorgt für sofortigen Hautkomfort
  • verbessert langfristig die Veränderungen der Hautbarriere, die für die Psoriasis typisch sind, und den Krankheitsverlauf

Die Auswirkungen auf die Psyche sowie die zwischenmenschlichen und sozialen Beziehungen der Psoriasis

Unter Psoriasis zu leiden, bedeutet nicht nur, sich mit den lästigen und oft sichtbaren Hautproblemen auseinandersetzen zu müssen. Sie hat auch psychologische Auswirkungen, die manchmal das Leben der Betroffenen beeinträchtigen.

Tatsächlich können Betroffene mehr oder weniger signifikante Veränderungen ihrer Selbstwahrnehmung erleiden. Es kann passieren, dass sie sich „anders“ fühlen und in der Folge dazu neigen, sich auszugrenzen und sich beurteilt zu fühlen, was unweigerlich zu Problemen in den zwischenmenschlichen Beziehungen im Allgemeinen und in der Partnerschaft führt, und man dazu neigt, Beziehungen zu anderen Menschen zu meiden.

Diese starke emotionale Belastung beeinträchtigt nicht nur das Selbstwertgefühl und die Gelassenheit der Betroffenen, sondern kann Stress auslösen, der sogar den Erfolg der Therapie beeinträchtigen kann.

Demzufolge kann das Überwinden der emotionalen und psychologischen Auswirkungen der Psoriasis auch die Therapieerfolge begünstigen.

Unsere Tipps

Die medikamentöse Behandlung ist nicht der einzige Weg, um die von Psoriasis betroffene Haut zu pflegen und die Symptome unter Kontrolle zu halten. Viele kleine tägliche Maßnahmen können dazu beitragen, den Zustand der Haut zu verbessern, damit sie gesünder und weniger anfällig für das Auftreten der Symptome wird.

Lebensweise

  • Beschränken oder vermeiden Sie Rauchen und Alkoholkonsum, da beide die Symptome der Psoriasis verschlimmern können.
  • Sport hat einen positiven Einfluss auf das Krankheitsbild. Bevorzugen Sie tägliche Spaziergänge und Wassersportarten (vor allem am Meer oder im Schwimmbad mit einem niedrigen Chlorgehalt). Vermeiden Sie hingegen Sportarten, bei denen Kratzer oder Schürfwunden entstehen können (diese können bei entsprechend anfälligen Menschen, die sichtbaren Symptome der Psoriasis auslösen).
  • Vermeiden Sie Stresssituationen: Diese können den allgemeinen Entzündungszustand – Grundvoraussetzung der Psoriasis – verschlechtern.
  • Tragen Sie leichte Kleidung aus Naturfasern (Baumwolle, Leinen oder Seide), die die Haut atmen lassen. Vermeiden Sie Wolle sowie Kunstfasern.

Ernährung

  • Trinken Sie viel Wasser: mindestens 2 Liter pro Tag.
  • Achten Sie auf eine ausgewogene, kalorienarme Ernährung mit einem niedrigen glykämischen Index (wenig Einfachzucker) auf der Basis von Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Fisch sowie Obst und Gemüse der Saison.
  • Reduzieren Sie kalorienreiche Kost: fettes Fleisch, Wurstwaren, Frittiertes, gereifte Käsesorten, gesättigte Fettsäuren und Zucker.
  • Es gibt einen Zusammenhang zwischen Übergewicht und dem Schweregrad der Psoriasis: Übergewichtige Patienten, die abnehmen, erfahren unabhängig von der Therapie eine Besserung ihres Krankheitsbildes.

Klimatische Einflüsse

  • Sonnenlicht verbessert das Krankheitsbild: Die UVB-Strahlen verlangsamen das Wachstum der Hautzellen und regen die Vitamin-D-Produktion an. Meiden Sie aber das Sonnenbad während der Mittagsstunden und tragen Sie wiederholt ein Sonnenschutzmittel auf.
  • In der Regel verschlimmert sich der Krankheitsverlauf im Winter: eine gute Raumfeuchte und sparsames Heizen können helfen, eine weiche und geschmeidige Haut zu bewahren.

Reinigung und rückfettende Pflege

  • Waschen Sie sich mit lauwarmem Wasser: Duschen Sie nur kurz (5-10 Minuten) und trocknen Sie sich sanft ab, ohne zu reiben.
  • Bevorzugen Sie milde Seifen und Cremes, die keine Allergene oder sensibilisierenden Stoffe enthalten (z. B. Duftstoffe, Konservierungsstoffe, SLS, SLES usw.), um allergische Reaktionen und die Verschlechterung der Symptome zu vermeiden.
  • Versorgen Sie die Haut mehrmals täglich und vor allem nach dem Duschen mit Feuchtigkeit, um Hauttrockenheit, Juckreiz und Rötungen zu mindern.
    Verwenden Sie spezielle, rückfettende Pflegeprodukte für die Psoriasis.

Achtung!

  • Wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt, wenn es zu einem Ausbruch von Gelenkschmerzen und/oder Veränderungen der Nägel (Farbe, Dicke, Rillen, kleine punktförmige Vertiefungen) kommt, da dies Symptome einer Psoriasis-Arthritis sein können.
  • Misstrauen Sie Produkten, die als „Wundermittel“ beworben werden, insbesondere im Internet. Denken Sie daran, dass nur ein Hautexperte Produkte empfehlen kann, die sicher und dermatologisch wirksam sind.
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