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Allergische Kontaktdermatitis

DIE HAUT RUFT DURCH EINEN KONTAKT EINE ALLERGISCHE REAKTION HERVOR

Beschreibung

Diese Dermatitis beschreibt eine Entzündung der Haut, die von der allergischen Reaktion auf einen Stoff (Allergen/Hapten) ausgelöst wird, der mit der Haut in Kontakt kommt. 

Im Vergleich zur irritativen Kontaktdermatitis ist sie weniger verbreitet.

Sie tritt an den Stellen auf, die mit dem Allergen in Kontakt gekommen sind, und kann sich auch auf die umliegenden Bereiche ausdehnen.

Ursachen

Zu den zahlreichen Allergenen zählen:

1) Konservierungsstoffe:

  • Isothiazolinone in Kosmetika, Wandfarben, Toilettenpapier,
  • Parabene in Kosmetika, Arzneimittellösungen, Arzneisäften
  • Formaldehyd in Papier, Desinfektionsmitteln, Haushaltsreinigern,
  • topische Arzneimittel, Kosmetika, Gummi, Fleckenlöser, Produkte für die Landwirtschaft, Poliermittel, Lacke, Tinten, Textilien, Färbungen, Kunststoffe, Leime, Leder

2) Dispersionsfarbstoffe (gelb, blau und rot) in synthetischen und natürlichen Textilien

3) Duftstoffe in Kosmetika, Reinigungsprodukten für Gesicht und Körper, Zahnpasta, Waschmitteln und Haushaltsreinigern sowie parfümierten Stoffen

Perubalsam in parfümierten Kosmetika und Parfüms, atopischen Medikamenten mit ätherischen Ölen, Hustentabletten, Süßwaren, Kaugummis, Speiseeis, Lacken, Zement, beim Zahnarzt verwendeten Flüssigkeiten, Öl- und Tuschefarben

4) Metalle:

  • Nickel in Schmuck, Metallbesätzen an Kleidungsstücken, Armreifen, Schnallen, Prothesen, Scheren, Uhren, Münzen, Schlüsseln usw.
  • Kobalt in Metallbesätzen, Zement, Porzellanwaren, Lacken
  • Chrom (Kaliumbikarbonat) in Metallbesätzen, Schuhen, Leder, Pelzen, Zement, Streichhölzern, Metalllegierungen, Lacken

5) Sonstige:

  • Paraphenylendiamin in Haarfärbemitteln, Kraftstoffen
  • Ethylendiamin in Fungiziden, Insektiziden
  • Lanolin in Kosmetika, Druckertinten
  • Thiurame in Gummierzeugnissen, Pestiziden 
  • Mercaptobenzothiazol in Klebstoffen, Zement
  • Benzocain in Anästhetika, Hämorrhoidenmitteln, Lichtschutzfiltern
  • Neomycin-Sulfat in Antibiotika für die äußerliche Anwendung
  • Harze in Klebern, Leimen, Lacken, Emaillacken
  • Colofonium in Pflastern, Haarentfernungswachs, Lacken, Kosmetika
Symptome

Juckreiz, Erythem, Schwellungen, Bläschen, Abschuppung, Erhärtung, Hauteinrisse.

Wo tritt sie auf

An den Stellen, die mit dem auslösenden Allergen in Berührung kommen. Im Gegensatz zur IKD kann sie sich jedoch auch auf die umliegenden Bereiche ausdehnen.

Wie wird sie behandelt
  • Feststellung und Vermeidung der auslösenden Ursache (PATCH TEST)
  • Hemmung der Entzündung, wobei möglichst keine kortisonhaltigen Arzneimittel verwendet werden sollten, sondern lindernde Produkte, die keine potenziell allergieauslösenden Stoffe enthalten
  • Aufbau der Hautbarriere mithilfe von geschmeidig machenden Produkten und einer Hautreinigung frei von Duftstoffen, Metallen und anderen allergieauslösenden Stoffen
Zu vermeiden

Es sollten keine Substanzen auf die Haut aufgetragen werden, die Allergene enthalten, welche die AKD ausgelöst haben (Metalle, Duftstoffe, Konservierungsstoffe, Farbstoffe).

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Häufig gestellte Fragen