logo_image

Dermatitis und empfindliche Augen: gibt es einen Zusammenhang?

Die Augen, insbesondere die Augenlider, können von verschiedenen Hauterkrankungen wie Dermatitis (atopische, seborrhoische oder Kontaktdermatitis), Psoriasis und Rosacea betroffen sein.

Dieser Artikel beschreibt den Zusammenhang zwischen Dermatitis und empfindlichen Augen. Er geht dabei besonders auf die Symptome, Ursachen und möglichen Behandlungen ein und legt den Schwerpunkt auf Augentropfen mit Hyaluron.

Symptome

Jede der genannten Erkrankungen äußert sich in der Augenpartie mit ihren typischen Symptomen. Zum Beispiel:

  • Die atopische Dermatitis führt zu trockener, geröteter und juckender Haut;
  • Bei der seborrhoischen Dermatitis kommt es zu den typischen gelblichen Schuppen.

Die Diagnose wird immer vom Arzt gestellt, da das pathologische Bild nicht immer eindeutig ist und sich mit anderen Zuständen, die die Augen betreffen, überschneiden kann.

Wenn die Augenpartie betroffen ist, kann es zu einem Trockenheitsgefühl in den Augen kommen, die daraufhin brennen oder sich röten können.Trockene Augen können als primäre Erkrankung oder als Folge einer atopischen Dermatitis auftreten. Die verursachten Empfindungen können sehr störend und einschränkend sein, weil die Hornhaut von vielen Nervenfasern durchzogen ist.

In diesen Fällen könnte eine Instabilität des Tränenfilms vorliegen, d. h. der Flüssigkeitsschicht auf der Augenoberfläche.

Ursachen für empfindliche Augen

Die Augenoberfläche und der Tränenfilm sind komplexe Systeme, die als morpho-funktionelle Einheiten bezeichnet werden und in einem empfindlichen Gleichgewicht zueinander stehen. Im Einzelnen besteht der Tränenfilm aus drei Schichten: der Schleimschicht, der wässrigen Schicht und der Lipidschicht.

Empfindliche Augen bei Dermatitis-Patienten können viele Ursachen haben:

  • Funktionsstörungen der Meibom-Drüsen: Diese Drüsen, die sich am Rand des Augenlids befinden, produzieren die Lipidkomponente des Tränenfilms, die dessen Verdunstung verhindert. Bei einer Funktionsstörung der Meibom-Drüsen kann es zum sogenannten Trockenen Auge kommen – eine Erkrankung der Augenoberfläche, die durch eine verstärkte Verdunstung des Tränenfilms hervorgerufen wird. Diese Drüsen, die an verschiedenen Hauterkrankungen wie Atopie, Psoriasis und Rosacea beteiligt sind, können die Produktion des Tränenfilms beeinflussen;
  • Veränderung der Globlet-Zellen: Diese Zellen produzieren Muzine (Lipide), welche die Benetzung der Augenoberfläche ermöglichen. Die mit Dermatosen verbundenen Entzündungen können ihre Funktion beeinträchtigen und damit die Symptome des trockenen Auges auslösen.

Behandlung: die Rolle von Hyaluron

Bei empfindlichen Augen helfen die sogenannten „Künstlichen Tränen“ (Tränenersatzmittel) auf der Basis von Hyaluron. Hyaluron wird vom Körper produziert und trägt zur Erhaltung der Spannkraft und Elastizität der Haut sowie zur Stabilität der Augenoberfläche bei.

Wenn es in Form von Augentropfen angewendet wird, erhöht es das Wasserbindevermögen und fördert so die Befeuchtung der Augenoberfläche und die Stabilität des Tränenfilms. Neben der befeuchtenden Wirkung wirkt Hyaluron auch benetzend und mindert damit die Reibung zwischen Augenlid und Augenoberfläche.

Es gibt diverse Tränenersatzmittel auf der Basis von Hyaluron, die sich durch das Molekül (niedriges oder hohes Molekulargewicht) und die Konzentration (in der Regel zwischen 0,2 % und 0,4 %) unterscheiden.

Allgemeine Tipps bei trockenen und empfindlichen Augen

Neben der Anwendung von künstlichen Tränen können die Patienten einiges tun, um die Empfindlichkeit ihrer Augen zu verbessern:

  • Nicht rauchen.
  • Auf ausreichende Raumfeuchte achten.
  • Bei Bildschirmarbeit die Augen immer wieder ausruhen.
  • Weniger elektronische Geräte, wie Smartphone, Tablett usw. verwenden.